Alles rund ums Clickertraining inklusive Anleitung für Einsteiger

Viele Hundebesitzer die mit ihren Hunden Tricks üben oder im Hundesport aktiv sind nutzen einen Clicker. Was für Vorteile das Clickern hat und wie Du mit Deinem Hund das Clickertraining beginnst, erkläre ich Dir in diesem Beitrag.

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Das richtige Timing im Hundetraining

Beim Erlernen von Tricks, Übungen im Hundesport oder auch in Alltagssituationen ist das Timing enorm wichtig. Denn der Hund muss genau in dem Moment bestätigt werden, in dem er das gewünschte Verhalten zeigt. In der Regel ist das bei den ersten Trainingseinheiten aber nur ein winziger Moment und wir Menschen sind da leider oft viel zu langsam. Außerdem haben wir in manchen Situationen vielleicht gar nicht die Möglichkeit dem Hund direkt einen Keks hineinzustopfen, beispielsweise bei Distanzarbeit.

Mit dem Clicker oder auch einem sogenannten Makerwort – das kann zum Beispiel „Yes“, „Click“ oder „Tik“ sein – kann der Hund viel gezielter trainiert werden. Denn der Click soll dem Hund den Moment signalisieren, in dem er das gewünschte Verhalten gezeigt hat. Die anschließende Belohnung mit Keks oder Spielzeug folgt dann danach.

Mit dem Clickertraining kann also das Timing optimiert werden und gleichzeitig ist es für den Hund ein klares und immer gleichbleibendes Signal: Click = Leckerchen.

So beginnst Du das Clickertraining

Der Hund muss allerdings erstmal verstehen, dass der Click etwas super tolles ist! Ansonsten ist es für ihn nämlich erstmal nichts weiter als ein Geräusch. Das Konditionieren des Clickers ist aber super simpel. Nimm Dir ein paar Leckerchen die Dein Hund mag und einen Clicker. Dann heißt es die ersten Trainingseinheiten einfach nur clicken und direkt danach ein Leckerchen geben. So lernt der Hund zunächst, dass auf jeden Click ein Leckerchen folgt.

Hat der Hund das Prinzip verstanden, kannst Du die ein paar einfache Übungen machen, um auch selbst ein Gefühl für das passende Timing zu entwickeln. Anschließend lässt sich das Clickertraining nicht nur zum Erlernen von Tricks, sondern auch für Alltagssituationen oder im Hundesport verwenden.

Eine Übersicht von all unseren Trickanleitungen findest Du übrigens in der Kategorie Click & Trick, wo es jeden Mittwoch ein neues Tutorial gibt.

Tipps für das Clickertraining bei nervösen Hunden

Wie Du ja sicher weißt, habe ich hier zwei Australian Shepherd Mädels. Die beiden sind allerdings in ihrer Arbeitsweise absolut unterschiedlich. Brooke zum Beispiel gibt richtig Gas wenn das Clickertraining ansteht. Wenn man dann zum Beispiel den Trick „Halten“ ausbauen möchte, sodass sie den Gegenstand länger im Maul hält wird sie richtig ungeduldig und spult alle möglichen Verhaltensweisen ab um an den Click zu kommen.

Um ihr diesen Stress zu nehmen und fokussiert zu arbeiten, clickern wir wirklich nur sehr kurze Sequenzen. Ich würde sagen nie länger als 2 Minuten. Das klingt jetzt sehr wenig, aber Du kannst ja auch einfach mehrfach am Tag mal eine kleine Trainingseinheit einlegen. Außerdem beginnen wir meistens mit einer ganz ruhigen Übung: dem Blickkontakt. Dabei soll Brooke aber nach dem Click nicht gleich den Blickkontakt abbrechen um wie eine Irre ihr Leckerchen zu verschlucken, sondern mich noch 1-2 Sekunden länger anschauen bis sie ihr Freigabekommando „OK“ erhält. Dabei ist man natürlich ruhig und jammert nicht. Diese Übung nimmt ihr ein wenig ihre überschwängliche Arbeitseinstellung und fokussiert sie viel mehr. Oft beende ich das Training auch mit dieser Übung, damit sie nach dem Training nicht total aufgekratzt ist.

Clickertraining fördert die Kreativität Deines Hundes

Das schöne am Clickern ist, dass Dein Hund aktiv mitdenkt und auch mal etwas ausprobiert, wenn er nicht sofort einen Click bekommt. Das Stichwort heißt hier Shaping. Das bedeutet nichts anderes, dass Dein Hund durch Probieren irgendwann einen neuen Trick erlernt hat. Ein simples Beispiel: Dein Hund soll einen Gegenstand mit der Pfote berühren. Du legst also den Gegenstand vor den Hund und sagst dazu nichts. Jede Bewegung des Hundes in Richtung Gegenstand wird geclickt. Nach und nach dann nur noch die tatsächlichen Berührungen mit der Pfote. Abschließend führt man noch das passende Kommando ein und voilá: Dein Hund hat den Trick von ganz alleine erlernt.

Das was Brooke also an Kreativität „zu viel“ hat, zeigt Ivy beispielsweise so gut wie nie. Mit ihr shapen ist eine super langwierige Angelegenheit. Denn wenn Ivy nicht versteht was sie machen soll, dann setzt sie sich hin und schaut einen an. Und schaut einen an. Und schaut. Und sitzt einfach da. Bei Ivy ist es daher also momentan mein Ziel beim Clickertraining nicht nur jede noch so kleine Tendenz in Richtung des erzielten Verhaltens mit dem Click zu bestätigen, sondern sie zusätzlich auch mit verbalem Lob zu motivieren.

Clickertraining für alle Altersklassen

Meine Hunde lernen durch das Clickertraining unglaublich schnell und ich kann dadurch ihre Kreativität fördern. Mit beiden habe ich schon im Welpenalter mit der Konditionierung des Clickers begonnen. Das heißt jetzt nicht, dass sie mit 10 Wochen schon die komplizertesten Tricks lernen mussten – auf gar keinen Fall! Aber ich habe den Clicker zum Beispiel für alltägliche Situationen und Grundkommandos genutzt.

Was Du nie vergessen solltest – auch Training soll Spaß machen! Hör auf, wenn es am besten klappt. Mach lieber mehrere kurze Trainingseinheiten über den Tag verteilt, als eine Lange. Beende das Training am besten immer mit einem positiven Erlebnis für Deinen Hund. Wenn der neue Trick noch gar nicht in der Übungseinheit geklappt hat, mach einfach noch 2-3 Wiederholungen einer einfachen Übungen die Dein Hund schon kann, um das Training nicht mit einem schlechten Gefühl für Hund und Herrchen zu beenden.

Meinen Hunden und mir macht das Training mit dem Clicker unheimlich viel Spaß! Nutzt Du auch schon einen Clicker oder möchtest es mal ausprobieren?

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Alina

Alina

Alina ist das Frauchen von den beiden Australian Shepherd Mädels Brooke und Ivy. Auf dem Hundeblog EquiCani berichtet sie über ihr Leben und den Alltag mit Hund. Ihre Kreativität lebt sie neben dem Schreiben auch vorallem in der Tierfotografie und dem Herstellen von individuellem Hundezubehör aus.

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